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Die Waldorfpädagogik

Die Waldorfpädagogik hat eine lange Tradition. Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart zurückgehend auf die Initiative des Unternehmers Emil Molt von Rudolf Steiner begründet. Inzwischen gibt es in Deutschland über 230 Waldorfschulen und weltweit über 1000. Damit zählt die Waldorfpädagogik zu den am meisten verbreiteten Alternativschulen aus der Zeit der Reformpädagogik.

Merkmale der Waldorfpädagogik

  • Heterogene Lerngruppen verbringen eine Schulzeit in der Regel von mindestens 12 Jahren (woran sich das Abitur anschließt) ohne Sitzenbleiben und ohne Noten, aber mit Textzeugnissen.
  • Ein/e Klassenlehrer/in unterrichtet in der Regel in den ersten acht Jahren als feste Bezugsperson alle Hauptfächer (Mathematik, Deutsch, Geschichte, Geographie, Biologie, Physik, Chemie usw.).
  • Der Fremdsprachenunterricht wird von der ersten Klasse an erteilt.
  • Künstlerische Fächer haben einen hohen Stellenwert, ebenso spielt die ästhetische Gestaltung des Schulgebäudes eine große Rolle.
  • Handwerkliche Fächer (Holz, Metall, Schneidern usw.) und zahlreiche Praktika (Forstpraktikum, Landwirtschaftspraktikum, Sozialpraktikum usw.) sind in das Schulleben integriert.
  • Es findet täglich von 8.00 bis ca. 10.00 Uhr ein so genannter der Hauptunterricht statt, der als Epoche über jeweils 3-4 Wochen die Möglichkeit bietet, sich in die jeweiligen Fächer und Themen zu vertiefen.
  • Das Bewegungsfach Eurythmie bildet ein Alleinstellungsmerkmal der Waldorfpädagogik.
  • Waldorfschulen begreifen sich als freie Schulen, die sich selbst verwalten.
  • Es wird ein besonderer Wert auf ein ausgewogenes sozial-emotionales Lernklima und auf die individuelle Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gelegt.

Die Waldorfpädagogik orientiert sich an der Anthroposophie Rudolf Steiners. Von ihr erhält sie zentrale anthropologische, entwicklungspsychologische und didaktisch-methodische Anregungen, die die Lehrer/innen darin unterstützen sollen, die Schülerinnen und Schüler besser zu verstehen und immer wieder neue optimale Lernbedingungen zu gestalten.